Das Röhrenmeßgerät Funke W19 - Aufbau und Arbeitsweise

Reststrommessung an Elektrolyt-Kondensatoren bis 28 V und 5000 µF

Es sind die Prüfstifte 68 und 72 einzusetzen. Der erste schaltet das Instrument als Amperemeter (Vollausschlag 10 mA), der zweite arretiert den Prüfschalter in Stellung 12. Außerdem ist eine Kurzschlussbrücke zwischen die Buchsen IV und K zu schalten.

Der Prüfling wird mit den Buchsen A1 (+) und VIII (-) verbunden.

K0203_820

Die Sonderkarte 203

Das folgende Schaltbild verdeutlicht den Stromfluss.

Schaltbild_Reststrommessung_9V_5000mF_820

Stromfluss bei der Prüfung von Elektrolyt-Kondensatoren bis 9 V und 5000 µF

Es werden ca. 4,5 V an den Kondensator angelegt. Max gewinnt die 4,5 V aus dem Spannungsabfall an den unteren zwei Widerständen des Spannungsteilers.

Zunächst wird bei Vollausschlag 10 mA auf Kurzschluss geprüft. Ist das der Fall, sollte die Prüfung beendet werden. Ich habe einmal einen vollständigen Kurzschluss geschaltet und den Messwert abgelesen. Im Fall eines Kurzschlusses liegt in Serie zum Instrument nur der Gleichstromwiderstand des NF-Trafos von 550 Ohm. Zusammen mit dem Innenwiderstand des Instruments von 80 Ohm sind das 630 Ohm. Bei 4,5 V fließen demnach 4,5 V /  630 Ohm = 7,1 mA. Das liegt noch im Messbereich und ist völlig in Ordnung
 

Max empfiehlt bei zunächst schlechten Werten 1 - 4 Minuten zu warten und dann abzulesen. Ich würde in diesem Fall den Kondensator lieber tauschen.

Unter Punkt 5. empfiehlt Max, den Prüfschalter in Stellung ”Aus” zurückzudrehen. In diesem Fall liegt der geladene Kondensator parallel zu den Widerständen von 40 und 50 Ohm und wird durch diese automatisch entladen. Vielleicht hätte Max die Empfehlung aussprechen sollen, den Kondensator erst nach einigen Sekunden abzuschalten, um die Entladung abzuwarten.