Das Röhrenmeßgerät Funke W19 - Aufbau und Arbeitsweise

Ersatz durch Halbleiter

Auf Seite 51 im Band 14 ist auf die Möglichkeit hingewiesen, statt des Glimmstabilisators Zenerdioden einzusetzen.

Scan_Zenerdioden_820

Ich habe die vorgeschlagene Schaltung einmal nachgebaut und festgestellt, dass sie eher unbrauchbar ist. Die Wärmedrift der Zenerdioden macht alle Bemühungen zur Stabilisierung zunichte. Nach einigen Minuten Betrieb läuft die Spannung von 150 V weg. Ein anderer Sammler hat sich auch die Mühe gemacht. Das Ergebnis sehen Sie auf folgendem Bild.

Foto_Stabilisator_mit_Zenerdioden_820

Anordnung mit Zenerdioden als Ersatz für den Glimmstabilisator

Die Schaltung enthält zudem eine LED als Funktionsanzeige. Zwei Ferritperlen sollen die Schwingneigung dämpfen. Dazu noch einen Ausgang für Messzwecke.

 

Ich habe mir eine etwas aufwändigere Schaltung ausgedacht, die mittels eines MOSFETs und Zenerdioden die Spannung konstant hält.

Schaltbild_MOSFET_500

Die Anodenspannung wird durch Zenerdioden um ca. 128 V herabgesetzt. Der Strom durch die Zenerdioden liegt bei 0,15 mA was in den Zenerdioden keinerlei Erwärmung und damit keine Wärmedrift auslöst.

Mittels eines Potentiometers kann ich die abgegriffene Spannung genau auf den Arbeitspunkt des BUZ 50 einstellen. Dieser öffnet dann insoweit, dass der Strom durch den BUZ 50 gerade eine Spannung von 150 V zwischen Kathoden- und Anodenkontakt des Europasockels ergibt.

Die Schaltung ist sehr stabil. Lässt man das W19 mehrere Stunden im Leerlauf eingeschaltet, bewegt sich die stabilisierte Spannung nicht einmal ein Zehntel Volt vom eingestellten Wert weg.

Der BUZ 50 kommt in der Schaltung nicht ohne Kühlblech aus, da er eine Verlustleistung von ca. 6 Watt bewältigen muss. Wer einen anderen Typ mit geringerer Verlustleistung einsetzen möchte, kann auch einen Widerstand von ca. 3 kOhm in die Drain-Leitung schalten, der die Verlustleistung aufnimmt.

Zur Funktionsanzeige kann man statt der LED auch eine Glimmlampe zwischen Kathode und dem Anschluss für die Zündelektrode schalten. Nachteil bei Verwendung einer Glimmlampe ist, dass die Glimmlampe immer mit gleicher Helligkeit brennt und man nicht erkennen kann, dass die Anodenspannung unter 150 V gesunken ist.

Und so sieht mein Prototyp aus:

Foto_Stabilisator_BUZ_820